Währungsinvestment

Devisen: Venezolanischer Bolívar - Unberechenbare Risiken - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Makroökonomische Situation Venezuelas:

Es ist nicht ganz leicht der wirtschaftlichen Entwicklung Venezuelas gerecht zu werden. So gehen Analysten für das Jahr 2012 von einen realen Wirtschaftswachstum von 4 - 5 Prozent aus. Dank hoher Öleinnahmen verfügt das Land auch über einen mehr als ausgeglichenen Haushalt.

Als problematisch zu werten sind indes die hohe Inflationsrate von 20-25 Prozent jährlich und die Tatsache, dass die fest an den Dollar gekoppelte Landeswährung faktisch wohl viel weniger wert ist als der offizielle Wechselkurs, und sich die Regierung demnächst gezwungen sehen könnte den Venezeolanischen Bolivar wieder einmal deutlich gegenüber dem Dollar abzuwerten. All diese Faktoren, zusammen mit der Unberechenbarkeit des venezolanischen Staatspräsidenten Chavez, machen auch eine Einschätzung der weiteren Wertentwicklung des Venezolanischen Bolivars zum Euro sehr schwierig.


Die Wertentwicklung des Venezolanischen Bolivars im Vergleich zum Euro:

Da der Venezolanische Bolivar fest an den Dollar gekoppelt ist, vollzog er die Währungsgewinne des US-Dollars gegenüber dem Dollar in den letzten Monaten 1:1 nach. Auch der in Venezuela gezahlt Zins für Sparer war mit um die 14 - 15 Prozent jährlich recht hoch. Auf den ersten Blick erscheint der Venezolanische Bolivar also als eine attraktive Währung für Auslandsinvestoren.

Gleichwohl sollte von einer solchen Direktinvestition Abstand genommen werden. Zum einen ist es nämlich für Ausländer wegen regularischer Hürden nur schwer möglich in den Venezolanischen Bolivar direkt zu investieren. Zum anderen könnte sich, wie oben bereits kurz angedeutet, die venezolanische Regierung in absehbarer Zeit aufs neue gezwungen sehen die Landeswährung gegenüber dem Dollar abzuwerten. In einem solchen Falle droht den Anlegern Währungsverluste.

Schwieriger zu bewerten ist der Einfluß des volkstümlichen venezolanischen Präsidenten Chavez. Dieser poltert gerne verbal gegen den Westen, hat aber die Zinszahlungen für die Auslandsanleihen Venezuelas trotzdem immer noch korrekt bedient. Dies dürfte wohl auch zukünftig so bleiben. So erscheint es denn auch selbst für risikobereite Anleger angebracht, von einem Direktinvestment in die venezolanische Währung Abstand zu nehmen und allerhöchstens eine der hochverzinslichen venezolanischen Auslandsanleihen zu erwerben. Diese laufen traditionell auf US-Dollar und sind mit teilweise 13 - 16 Prozent Jahreszins erstklassig verzinst. Gewisse Risiken bleiben freilich auch in diesem Fall.


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