Währungsinvestment

Devisen: Euro - Große Probleme, keine Lösungen - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Makroökonomische Situation des Euroraums:

Bei einer Währungsunion zwischen mehreren Staaten gilt es den Blick auf den Währungsraum als ganzes zu richten. Der Euroraum kommt bei einer solchen Analyse leider vergleichsweise schlecht weg. Selbst die günstigsten Prognosen für den Euroraum lauten für 2012 lediglich auf 0,6 Prozent reales Wirtschaftswachstum, und unter Umständen sind selbst diese Prognosen noch zu hoch gegriffen.

Störfeuer kommt nicht zuletzt von der politischen Front. In Griechenland revoltieren die Massen schon fast bürgerkriegsähnlich gegen die Sparpakete. Frankreich blüht ein stark polarisierender Präsidentschaftswahlkampf, und ab Mitte 2012 dürften die Iransanktionen den Ölpreis noch einmal kräftig in die Höhe treiben. Investoren von außen schätzen solche Verhältnisse nicht, und der europäische Verbraucher könnte sich angesichts dieser Lage auch mit dem wichtigen Binnenkonsum zurückhalten.


Wahrscheinliche Wertentwicklung des Euros:

Der Euro hat in den letzten Monaten tendenziell gegenüber den wichtigsten Weltwährungen stark nachgegeben. Dieser Abwärtstrenz ist intakt, auch wenn der Euro sich in den letzen Wochen wieder etwas fangen konnte.

Die Griechenlandproblematik, aber auch Probleme in Portugal, Spanien und Italien, hinterlassen am Markt große Unsicherheit, ob nicht in näherer Zeit das ein oder andere südeuropäische Land die Eurozone wird verlassen müssen. Auch zeigt sich in letzter Zeit wieder eine verstärkte Zurückhaltung institutioneller Anleger am europäischen Aktienmarkt zu investieren. Auch dies dürfte die Nachfrage nach dem Euro stark dämpfen. Die bereits erwähnte Irankrise wird darüber hinaus den Ölpreis stark ansteigen lassen und damit die Nachfrage nach US-Dollar, der Zahlwährung für Rohstoffe, beflügeln.

Alles in allem ist der Euro wegen ungünstiger wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen eine angeschlagene Währung. Europas Bürger können nur hoffen, dass die Währungsunion 2012 oder 2013 nicht völlig zerbricht. Anleger, die um den Wert ihres Geldes fürchten, sollten deshalb Währungen wirtschaftlich und sozial intakter Länder bevorzugen. Dazu gehören etwa der Australische Dollar, der Kanadische Dollar oder die Norwegische Krone. Wer es etwas risikoreicher will, kann auch in die unterbewerteten und mit hohen Zinssätzen aufwartenden Währungsräume der wirtschaftlich dynamischen Länder Brasilien und Türkei investieren.

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