Währungsinvestment

Devisen: Russischer Rubel - Der große Unbekannte - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Die makroökonomische Situation Russlands:

Makroökonomisch gesehen ist Russland 2012 die große Unbekannte. Das reale Wirtschaftswachstum sollte für ein Schwellenland gar nicht so beeindruckende 4 Prozent betragen. Die Inflation wird mit etwa 6-7 Prozent nicht traumatisch hoch aber eben auch nicht niedrig ausfallen. Der russische Verbraucher ist überschuldet, was den Binnenkonsum dämpfen könnte, und politische Unruhen wegen der wohl nicht ganz korrekt verlaufenden letzten russischen Parlamentswahlen könnten ausländische Investoren zusätzlich abschrecken.

Auch die in Russland um sich greifende Korruption, die hohe Kriminalität und der noch unterentwickelte Rechtsstaat verunsichern. Gleichwohl verheißt der wohl ab Mitte 2012 wegen der Irankrise voraussichtlich stark ansteigende Ölpreis Auftrieb für die hochgradig exportorientierte russische Erdöl- und Ergasindustrie. Der russische Aktienmarkt, und damit auch die Nachfrage nach dem Russischen Rubel, sollten davon profitieren.


Wahrscheinliche Wertentwicklung des Russischen Rubels:

Der Russische Rubel hat in den letzten Monaten bereit etwa zehn Prozent gegenüber dem Euro an Wert gewonnen. Das ist keine Eintagsfliege gewesen. Vielmehr zeigte sich schon in den letzten Jahren tendenziell eine stark Aufwärtsbewegung des Russischen Rubels gegenüber dem Euro. Die starke Nachfrage nach russischen Rohstoffen spiegelt sich in dieser Entwicklung wider. Mit einem über der Inflationsrate liegenden Leitzins von 8 Prozent ist Russland zudem auch unter Zinsgesichtspunkten für ausländische Anleger attraktiv. Dies, zusammen mit einer eventuell ab Mitte 2012 unter anderem wegen der Irankrise zu erwartenden Aktienhausse am russischen Aktienmarkt, könnte den Außenwert des russischen Rubels gegenüber dem Euro weiter beflügeln. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn sich die Eurokrise weiter zuspitzen sollte.

Freilich ist das alles eine hochspekulative Wette mit vielen Unbekannten. Weniger risikobereite Anleger könnten deshalb gut beraten sein, die bisherigen Klassiker wie die ebenfalls rohstoffreichen und wirtschaftlich expandierenden Länder Australien und Norwegen zu bevorzugen. Diese warten nämlich zusätzlich noch mit hoher politischer Stabilität auf. Weniger erwägenswert erscheinen hingegen die Währungen der Schweiz und Dänemarks, denn die sind stark an den Euro gekoppelt.

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