Währungsinvestment

Devisen: Japanische Yen - Schwierig aber nicht hoffnungslos - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Makroökonomische Situation Japans:

Im Land der aufgehenden Sonne Japan fällt den Menschen das Lächeln momentan vielleicht nicht ganz so leicht wie sonst. Die Erdbebenkatastrophe des Jahres 2011 hat ihre Spuren hinterlassen, und auch um die wirtschaftlichen Perspektiven des Landes ist es nicht ganz so gut bestellt. Zwar darf die Schrumpfung der Japanischen Volkswirtschaft in 2011 um real 2,3 Prozent zum guten Teil besagter Erdbebenkatastrophe angelastet werden. Doch auch fundamental liegt in Japan einiges im Argen. So tut sich die für Japan traditionell sehr wichtig Elektroindustrie -auch wegen dem hohen Yenkurs- sehr schwer auf den Weltmärkten.

Zudem liegt die Verschuldung Japans momentan bei gut 200 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die in den letzten Monaten stark ansteigende Investitionstätigkeit in langlebige Investionsgüter ist grundsätzlich erfreulich, dürfte aber zum guten Teil auf das mit Schulden finanzierte Konjunkturprogramm zurückzuführen sein, mit dem Japans Regierung den Wiederaufbau der durch die Erdbebenkatastrophe stark beschädigten Landesteile vorantreibt. Solche Einmaleffekte durch ein Konjunkturprogramm sind natürlich auch wegen der damit einhergehenden Neuverschuldung ein zweischneidiges Schwert. Unwägbarkeiten der beschriebenen Art machen Prognosen für das Wirtschaftswachstums Japans für das Jahr 2012 sehr schwierig. Es gilt deshalb die Entwicklung abzuwarten.


Die wahrscheinliche Entwicklung des Japanischen Yen gegenüber dem Euro:

Alles in allem stehen hinter der Entwicklung des Japanischen Yen gegenüber dem Euro viele Fragezeichen. Die Wirtschaftsentwicklung für 2012 ist nach der starken Schrumpfung von 2,3 Prozent im Jahr 2011 noch nicht vollkommen absehbar. Der Leitzins verharrt in einer Bandbreite von 0 - 0,1 Prozent auf sehr niedrigem Niveau, währender an der Preisfront sogar Deflation, also Preisrückgänge, zu verzeichnen sind. Angesichts dieses die Inflationrate überflügelnden Zinsniveaus sind aber zumindestens keine inländischen Mittelabflüsse aus Japan zu erwarten. Dies dürfte den Yen stützen.

Auch ist zu sehen, dass der Yen selbst im japanischen Katastrophenjahr 2011 große Stärke gegenüber dem Euro bewahrt hat und auf 12 Monatssicht sogar 6 - 7 Prozent an Wert gewonnen hat. Diese Entwicklung liegt ganz im Trend der letzten Jahre, die ebenfalls durch starke Wechselkursgewinne des Yen gegenüber dem Euro geprägt gewesen sind. Sollte dann noch das Konjunkturprogramm der japanischen Regierung der japanischen Wirtschaft 2012 zu einem ansehnlichen Wachstum verhelfen, und somit Aktienmärkte und den Wechselkurs des Japanischen Yen beflügeln, könnte die japanische Währung für ausländische Investoren durchaus eine Wette wert sein. Klar dabei muss aber sein, dass eine solche Entwicklung zum einen unsicher ist, und zum anderen angesichts des niedrigen Zinsniveaus die Attraktivität des Yen nicht vom Zins herrühren kann. Wechselkurs orientierte Anleger in den Japanischen Yen müssen deshalb auf eine Belebung der japanischen Wirtschaft und eine damit verbundene verstärkte Nachfrage nach dem Japanischen Yen hoffen.

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