Währungsinvestment

Devisen: Britisches Pfund - Dunkle Wolken über der Insel - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Makroökonomische Verfassung Großbritanniens:

Großbritannien hat es momentan nicht leicht. Der für das Vereinigte Königreich besonders wichtige Finanzsektor leidet immer noch unter den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise von 2008/2009 und mittlerweile auch unter den Griechenlandkrise. Das Land ist überdies hoch verschuldet, was zu erheblichen den Binnenkonsum belastenden Haushaltskürzungen geführt hat. Auch die Arbeitslosenrate ist mit 8,4 Prozent auf einem hohen Niveau. All dies verheißt für Großbritanniens Wirtschaftsentwicklung in 2012 wenig positives. Experten rechnen mit einem maximalen realen Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. Es könnte aber auch schlimmer kommen.


Wahrscheinliche Wertentwicklung des Britischen Pfund:

Auf sechs Monatssicht konnte das Britische Pfund gegenüber dem Euro zwar mit ca. 6 Prozent Wertwachstum etwas zulegen. Seit ein paar Monaten hat sich der Wert des Britischen Pfundes gegenüber dem Euro aber bei 0,83 Pfund eingependelt. Angesichts der sich zuspitzenden Eurokrise ist diese Seitwärtsentwicklung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro kein ermutigendes Zeichen. Gegenüber einen schwächelnden Euro hätte mehr drinnen sein sollen. Freilich ermutigen Zins und Inflationsniveau Anleger auch nicht gerade zu Investitionen in Großbritannien. Der Leitzins ist mit 0,5 Prozent auf einem historisch niedrigen Niveau, während die Inflationsrate 2012 zwischen 2-3 Prozent liegen dürfte. Angesichts einer solchen den Zinssatz deutlich übertreffenden Preissteigerung und der schlechten Performance der britischen Wirtschaft dürfte deshalb selbst so mancher inländische britische Investor versucht sein sein Geld außerhalb Großbritanniens anzulegen.

Vor diesem Hintergrund ist Großbritannien für Währungs- und Zinsorientierte Anleger momentan kein attraktiver Investionsstandort. Das britische Pfund sollte in den nächsten Monaten deshalb nur dann Aufwärtspotential gegen dem Euro haben, falls sich ein Auseinanderbrechen der Eurozone anbahnt. Dann in der Tat könnte das Britische Pfund für Investoren aus dem Euroraum als Fluchtwährung an Attraktivität gewinnen. Freilich bieten sich selbst für diesen Fall attraktivere Währungen wie die Norwegische Krone oder der Australische Dollar an. Australien und Norwegen können nämlich mit besseren Zinskonditionen und deutlich intakteren Wirtschaftswachstumsperspektiven aufwarten als dies bei Großbritannien der Fall ist.

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