Währungsinvestment

Devisen: US Dollar - Nur eingeschränkt positiv - Umtausch Wechselkurs Schwankung 2018

Makroökonomische Entwicklung der USA

Die USA bieten makroökonomisch gesehen momentan ein sehr gespaltenes Bild. Einerseits dürfte das Land im Jahr 2012 mit einer realen Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes zwischen 2-3 Prozent Prozent aufwarten. Auch verspricht der in letzter Zeit einsetzende Rückgang der hohen Arbeitslosenrate von 10 auf zuletzt 8,5 Prozent eine Stützung des für die USA so wichtigen Binnenkonsums.

Andererseits ist aber klar zu sehen, dass diese günstige Entwicklung mit einer auf Dauer nicht aufrecht erhaltbaren Rekordneuverschuldung in Höhe von 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erkauft wird. Ferner dürften auch die westlichen Ölsanktionen gegen den Iran und der dadurch zu erwartende Anstieg des Rohölpreises im Laufe des Jahres 2012 die -trotz eigener Ölproduktion- von Ölimporten mittlerweile hochgradig abhängige US-Wirtschaft belasten. Störfeuer für die US-Konjunktur könnte auch vom mittlerweile voll entbrannten US-Präsidentschaftswahlkampf ausgehen, der das politische System noch weiter zu lähmen droht. All diese Faktoren stimmen für die Entwicklung des Außenwertes des US Dollars nur eingeschränkt positiv.


Die wahrscheinliche Wertentwicklung des US Dollars

Abgesehen von den zuvor erwähnten makroökonomischen Faktoren belastet auch das niedrige Zinsniveau in den USA den Außenwert der US-Währung. So liegt der US-Leitzins momentan klar unter 1 Prozent, und dies bei jährlichen Inflationsraten zwischen 2-3 Prozent. Die US-Notenbank FED hat darüber hinaus schon angekündigt, zur Konjunkturstützung diese Politik des billigen Geldes bis 2014 fortzusetzen. Es ist schwer vorzustellen, wie ein hochverschuldetes Land mit solchen Minizinssätzen für Geldgeber attraktiv sein sollte.

Selbst Anleiheexperten wie Bill Gross, Manager des weltweit größten Anleihefonds Pimco, raten deshalb schon dazu die US-Währung zu meiden. Allenfalls bei einem Auseinanderbrechen der Euro-Währungsunion sollte die US-Währung als eine Art sicherer Hafen Aufwertungspotential gegenüber dem Euro haben. Selbst bei einem solchen Szenario stellt sich aber die Frage, ob nicht Währungen anderer Nicht-Euro Länder wie etwa Australien mit ihren deutlich höheren Zinssätzen und ihrer geringeren Verschuldung sich nicht besser als Fluchtburg eignen würden als die -fundamental gesehen- angeschlagene US-Währung.

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